Alles ist gut !!!
Alles ist gut !!!

Patria WKC Solingen 1949

Bei Bekannten hing noch das Fahrrad ihres Vaters an der Garagenwand. Zuletzt gefahren vor 2 Jahrzehnten. Der Vater kaufte es gebraucht in den 50'ziger Jahren. Er wohnte in Mönchengladbach /Hardt und fuhr damit unter anderem seinen Kriegskameraden Hans Hoff in Lürrip besuchen.

Dessen NSU Flux befindet sich ebenfalls in meiner Sammlung!

Für einen Strauß Blumen durfte ich es mir mitnehmen. Da das Hinterrad einmal komplett gewechselt wurde, konnte ich nur noch über die Rahmennummer das Baujahr bestimmen. Gut, dass man über Bekannte in Solingen verfügt, die mir dabei helfen konnten! Sattelkerze & Kloben, Lenker, Lichtanlage, Kettenspanner, Stempelbrems und Kleinkram habe ich im Fundus. Ein farblich passender Laufradsatz und eine altersgemäße Nabe finden sich ebenfalls darin.

Schutzblechreiter, Klingel und vorderes Schutzblech müssen noch gesucht werden.

Erst einmal ist Putzen angesagt.

Peugeot DA40 E 1973

Ein Bekannter (Karl Creischer) vermittelte den Kontakt zum Verkäufer. Kurzentschlossen machte ich sofort einen Termin für den gleichen Tag aus.

Eingestaubt, ohne Luft in den Reifen aber komplett, so viel die Begutachtung aus. Der Preis wurde zu beider Zufriedenheit ausgehandelt. 

Zu Hause pumpte ich erst einmal Luft in die noch originalen Michelin Reifen.  Zu meinem Erstaunen halten beide Schläuche die Luft und nach einer Behandlung mit Seife und Bürste  sehen die Reifen sehr gut aus!

So ein gut erhaltenes, komplettes Steckrad hatte ich noch nie. Selbst die originale Zefal Pumpe steckte noch in der Halterung. 

Verlassen wird mich dafür das gelbe Peugeot. Es zieht um nach Speyer.

Dürkopp 1953

Dieses 26" Rad stammt aus der Aktion "Housten wir haben ein Problem!" Monatelang wurde es hin und her geschoben, da ich es nicht überarbeiten wollte. Grund dafür waren zwei unterschiedliche Felgenringe, vorne Alu hinten Stahl. Die blaue Linierung war zwar ähnlich aber das gefiel mir nicht. Ein Versuch es für kleines Geld zu verkaufen schlug fehl.

Erst als ich auf die Idee kam zwei neutrale Alufelgen zu verbauen, nahm die Restauration Fahrt auf. Es ist komplett mit gemarkter Werkzeugdose, Sattel usw.. Die Farbe ist für das Baujahr 1953 auch sehr modern. 

Der Lenker ist sehr breit und nicht bequem, aber wer fährt schon damit?

Mercier 1971 Auftragsarbeit

Ein sehr vernachlässigtes Sportrad eines Kölners soll zum Hipster Rennrad für die Tochter werden. Mache ich doch, selbstverständlich! Dazu machte ich mich erst einmal auf die Suche nach den rennradspezifischen Teilen. Das meiste davon fand sich im Keller. Den Lenker konnte ich dem zuletzt gekauften Peugeot Rennrad abnehmen, die Pedale wollte ich wegen einer fehlenden Staubkappe erneuern. In meiner Staubkappensammlung fand sich dann aber ein Exemplar, das nach einer Stunde feilen ganz hervorragend passt. Der Gammel und Rost der letzten Jahrzehnte konnte in stundenlangen Polierorgien größtenteils beseitigt werden. Inzwischen befinde ich mich auf der Zielgerade und warte nur noch auf die letzten bestellten Ersatzteile.

Auf dem Bild sind die Pedalkäfige und Riemen noch nicht montiert.

Imholz (St. Gallen) 1949

Vor ein paar Jahren wurde dieses Fahrrad bei einem Schrotthändler von der Ladefläche heruntergeholt. Danach beschloss der neue Eigner es mir zu schenken. 

Nachdem das vordere Teil mühselig wieder aufpoliert wurde, verließ mich die Lust weiterzumachen. So wurde daraus ein Vorher/ Nachher Ausstellungsstück. Nach der Abgabe meiner zweiten Garage musste eine Entscheidung getroffen werden, wie es weitergehen sollte. Ein Versuch es zu verkaufen schlug fehl. So blieb mir keine andere Wahl, als es fertigzustellen. 

Gesagt- getan!

 Es ist inzwischen zurückgekehrt in die Schweiz. Am Bodensee erfolgte die Übergabe. Zwei Interessierte haben sich zusammengetan um die Geschichte der Firma Imholz zu erkunden und ein Buch darüber zu schreiben. Mein Rad wird in die Sammlung integriert.

Adler 1935

Der Adler stammt aus dem Bergischen Land.  Ein sehr sympathischer Herr bot mir das Rad auf dem Oldtimer Fahrradmarkt im Hugo-Junkers-Hangar an. Er würde es mir auch gerne bringen, denn er sei im Besitz einer Bahncard und das würde ihn ja nichts kosten. Am Bahnhof holte ich ihn mit meinem alten NSU Flux stilecht ab. Der geforderte Preis war lächerlich gering. Den originalen Sattel entdeckte ich erst später unter einem häßlichen Schonbezug. In einem dazugehörigen Karton fanden sich noch zwei Adler Werkzeugtaschen. Eine Restauration war nicht notwendig, da die Technik bereits überarbeitet wurde. Die Felgen wurden schon neu eingespeicht und die Felgenringe gestrichen. Leider konnte das nicht rückgängig gemacht werden. 

Jetzt ist es mir gelungen einen Satz Holzfelgen zu ergattern, der wunderbar zum stark patiniertem Gesamtbild passt. 

 

Peugeot Tourenrad von 1977

Kein Rad ist vor mir sicher! Unser Nachbar wollte es einfach loswerden. Über den Preis haben wir uns noch nicht geeinigt. Trotzdem habe ich es kurz entschlossen zerlegt und aufbereitet. Einen Peugeot Sattel konnte ich aus meinem Lager verwenden. Der defekte Umwerfer befindet sich auf dem Postweg zu mir. Ein Sammlerkollege schickt ihn mir kostenlos zu! Französische Pedale  bekomme ich auch noch. Ansonsten funktioniert alles wieder wie am ersten Tag!

Inzwischen hat es mich wieder verlassen und ist in gute Hände gekommen!

Peugeot Steckrad (ein fröhliches Kommen und Gehen)

Ein Bekannter aus Mönchengladbach bot mir ein orangefarbenes Peugeot Steckrad Baujahr 1973 an. Den Preis sollte ich selbst bestimmen. Der Zustand mittelmäßig aber es war komplett. Es steht heute noch in meiner Sammlung.

Ein Rennradsammler aus dem Bergischen Land trennte sich von überflüssigen Dingen, u.a. von einem gelben Peugeot Steckrad. Ein Pärchen zu haben ist doch ganz nett! Nach der Restauration strahlten die Beiden um die Wette.

Günter aus Viersen bot mir sein Dürkopp Rennrad an, im Tausch gegen das gelbe Peugeot und etwas Bargeld. An dem Dürkopp hatte ich schon vor längerer Zeit Interesse angemeldet, so dass ich nicht zögerte.

Meine Frau konnte das nicht nachvollziehen. Mit den Peugeot Twins machten wir bei herrlichem Wetter eine Ausfahrt und die Räder zogen die Blicke auf sich. 

Naja, "Mann" macht halt mal Fehler!

Es dauerte einige Monate, bis ich in den Kleinanzeigen wieder ein passendes Rad, Baujahr 1972,in Mönchengladbach-Hardt aufstöberte. Der geforderte Preis erschien mir allerdings zu hoch! Nachdem dieser deutlich nach unten gehandelt, und es ein zweites Klapprad mit Duomatic darin enthalten war, fuhr ich beladen nach Hause. Beide Seiten konten zufrieden sein! Das zweite Rad verkaufte ich am nächsten Tag und somit war der Kauf sogar ein Schnäppchen.

Ein Schlachtopfer aus Krefeld und eins aus Viersen lieferten die fehlenden Ersatzteile. Spanngurte und Reifen erneuerte ich. Günter erklärte mir wie man die Spanngurte wechselt. (Mit Gewalt!!! Zimperlich darf man bei den Schlägen mit Hammer und Dorn nicht sein.)

Ein zweites Paar Gepäckträgerschoner tauchte bei Ebay Kleinanzeigen auf.  Die Suche geht weiter, nach den fehlenden Luftpumpen und Schlössern.

 Triumph Nürnberg 1951

Auf Grund eines Artikels über meine Sammelleidenschaft in der Rheinischen Post, bekam ich aus der Nachbarschaft zwei Räder angeboten. Ein Triumph Damenrad aus erster Hand und ein NSU Damenrad, ebenfalls aus erster Hand. Beide sahen sehr traurig aus und warteten auf ihren Retter. 

Das Triumph Rad bekam ich von Frau Seifert. Sie lieferte noch ein Bild dazu, als sie als Mädchen das Rad 1951 bekam. Bei welchem der Adrians Brüder es in Neuwerk gekauft wurde, daran kann sie sich nicht mehr erinnern.

Trennen konnte sie sich nicht davon, auch wenn es in den letzten Jahren nicht mehr bewegt wurde. Bis auf das Rocknetz und die originale Klingel war alles vorhanden. Sogar die mit Triumph gemarkte Werkzeugtasche war noch vorhanden. 

Einen originalen Klingeldeckel zauberte ich aus meiner Klingelsammlung hervor. Der Chrom ist an den Flanken zwar nicht mehr vorhanden, nach einer Politur ist das aber nicht mehr sichtbar. Ein Satz besser erhaltener Reifen ist zwischenzeitlich montiert worden. 

Victoria Lastenrad V 22 D von 1954

Das Rad sieht aus, als hätte es mehrere Jahre auf dem Boden eines Teiches zugebracht!

So ähnlich war ers auch. Es stand in einem Keller, der durch ein Hochwasser geflutet wurde. Keiner machte sich die Mühe das Rad danach einmal an die frische Luft zu stellen. Somit verrichtete der Rost ganze Arbeit. Da der Raum entrümpelt werden musste, fand die Hausbesitzerin das Geschäftsrad in seinem Verlies unter jeder Menge Altpapier. 

Da es sich um das Geschäftsrad ihrer Eltern handelte, kam ihr die Idee, dass gute Stück aufbereiten zu lassen. In einer Rheydter Lackiererei öffnete der Inhaber Klaus Müller ihr die Augen. Die Kosten wären nicht unerheblich und somit eine Restauration wirtschaftlich nicht vertretbar!

Somit sollte das Ende besiegelt sein und der Schrottsammler sich damit beschäftigen. 

Auf meiner Facebook Seite bot Klaus mir das Rad als Geschenk an. 

Da ich in den letzten Monaten schon zwei andere Lastenrädern wieder habe auferstehen lassen, traue ich mir die Aufgabe zu. Der Winter ist lang und somit braucht der Mann ja auch eine Aufgabe.

Das Werbeschild wollte die ehemalige Besitzerin allerdings zurück haben. Eigentlich schade, vielleicht lässt sie sich erweichen wenn ich sie mit dem Rad besuchen werde. Nach erster Bestandsaufnahme kam die Ernüchterung. Die Felgen sind beide durchgerostet und wie das hintere Schutzblech nicht mehr zu retten. Ursprünglich war es ein Postrad, oder wurde noch vor der Auslieferung in ein Victoria Mentor umgewandelt. Das wird sich alles wohl nicht mehr ergründen lassen.

Beleuchtung, Lenker, Tretkurbel, Sattelgestell usw., alles Müll. Man wächst mit den Aufgaben.

Felgenringe sind aus Köpenick bereits eingetroffen. Die vordere Nabe kann ich aus einem Falter Lastenrad einbauen. 

Die ersten Teile sind schon fertig bearbeitet, der Rahmen, die Gabel und andere Teile sind in der Obhut des Sandstrahlers.

 

Sieben auf einen Streich!

Im Urlaub erhielt ich einen Anruf, dass in der Nähe von Mönchengladbach sieben originale Hochräder abzugeben seien. Allerdings nicht einzeln, sondern nur als komplettes Paket.

Wieder zu Hause angekommen nahm ich Kontakt mit dem Anbieter auf und unterbreitete ihm ein Angebot. Das war anscheinend so gut, dass ich nach drei Tagen die Zusage erhielt, die Räder zu bekommen. So ein Angebot gibt es nur einmal im Leben! 

 

Sechs Räder sind inzwischen aus Platzgründen weitergereicht.

Zwei sind nach Brandenburg, zurück in ihre Heimat geholt worden.

Der Brennabor IG fehlte dieses Modell noch, denen konnte geholfen werden!

Eins steht in Köln bei einem befreundetem Händler im Schaufenster.

Gerd aus Bad Honnef sicherte sich eins. Ein weiteres Brennabor machte sich auf den Weg nach Bayern. Es ist schon zerlegt und wird komplett restauriert.

Das große Dürkopp Rad sicherte sich ein begeisterter Hochradfahrer aus Oldenburg. Er suchte schon länger nach einem Original. 

Die Befürchtung meiner Frau, dass ich die Dinger nie wieder los würde, konnte ich nach zwei Tagen entkräften. Wären es zwanzig Stück gewesen, auch dann hätte ich nicht alle Anfragen positiv beantworten können!

 

Eins bleibt bei mir, ist aber inzwischen bei Martin Möbus, einem Restaurationsprofi  in der Eifel, gelandet. Hier soll eine komplette Restauration erfolgen. Der Lack und die Zierlinien werden komplett erneuert. Der Profi lässt den Lack entsprechend  der Rezeptur alter Lacke herstellen. Die Galvanik wird sich um das Vernickeln der Anbauteile kümmern. Hier hilft ein Katalogblatt der Firma Brennabor dem Profi weiter, auf dem alles sehr detailiert beschrieben ist.

Das kostet zwar etliche Euro aber ein Stück Kulturgut mit Historie muß erhalten werden.

Es handelt sich um sechs Brennabor und ein Dürkopp aus der Zeit 1890 bis 1898.

Dürkopp 1952

Da schon ein NSU Damenrad in meiner Sammlung steht, ist ein zweites Modell zu besitzen nicht sonderlich reizvoll. Ein Bekannter suchte gerade danach, und hatte dafür ein Dürkopp anzubieten.

Ein Herrenrad und ein Rennrad dieser Marke nenne ich schon mein Eigen, warum nicht noch ein Damenrad dazunehmen. Es geht mir ja eigentlich auch mehr um das Machen. Leider hat das Rad keine Historie vorzuweisen.

Die hintere Felge wurde einmal silbern lackiert. Das konnte nicht so bleiben! Die Klingel glänzte; ...durch Abwesenheit.

Gut dass man heutzutage vernetzt ist und inzwischen auch einen gewissen Bekanntheitsgrat genießt. So ist es immer einfacher an gesuchte Teile zu kommen. Alle dürkoppspezifischen Teile waren vorhanden und der Klingeldeckel fand sich in Frankfurt.

Der übliche Ablauf folgte. so dass ich relativ schnell ein wunderschönes Dürkopp in die Ausstellung unter dem Dach integrieren konnte.

 

Vaterland 1957

Gefunden in Lintorf über Ebay-Kleinanzeigen. Eigentlich suchte ich nur eine Klingel. (kenne ich irgendwo her!) Bis auf das Steuerkopfschild war das Rad komplett. (Inzwischen schickte mir Jo aus Köln das gesuchte Teil.)

Die blaue Farbe gefiel mir unheimlich gut, sodass ich den Kauf schnell abwickelte.

Der Zustand ist für das Alter ausserordentlich gut. 

Die Felgenringe sind poliert, die Reifen gereinigt und mit schwarzer Schuhcreme aufgehübscht. Da das Rad voraussichtlich im Regen nicht mehr bewegt wird, ist eine Rostvorsorge überflüssig. Konserviert ist der Lack durch die Polierpaste. Der Gepäckträger musste neu lackiert werden, das ließ sich leider nicht umgehen.

Die Firma Knieriem/Sprenger aus Kaarst lieferte wie immer eine sehr saubere Arbeit ab!!!

 

Alle rostigen Schrauben wurden aufgearbeitet oder getauscht. 

Die Kettenschutzhalterungen erhielt ich von Gerd aus Bad Honnef.  Nach einer fast einjährigen Suche fand sich in Buxheim eine passende vordere Bremse.

Gut Ding braucht Zeit. 

Gefahren bin ich noch immer nicht damit.

Falter Lastenrad 1988

Auf der Oldtimer Fahrrad Börse 2017 bot mir Karl Creischer (Bezirksschornsteinfegermeister i.R.) ein Lastenrad an. Habe ich schon, brauche ich nicht! ...nein, auch nicht geschenkt!

Eine Stunde zuvor fragte der Hallenpächter und Veranstalter des FLY & Drive IN nach einem Lastenrad. Wenn ich mal was wüßte, dann solle ich ihn informieren. 

Da stellte ich kurz den Kontakt her und alle waren zufrieden!

Auf der Veranstaltung 2018 fragte ich nach dem Verbleib des Rades. Thorsten Neumann hatte das Geschenk erst einmal eingelagert. 

Aus Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit bot ich ihm an, das Rad für ihn aufzubereiten.

Es soll als Deko und Blickfang verwendet werden, also musste es richtig schön werden.

Ein Aufruf im Internet brachte schon einen kleinen Erfolg. Die fehlende, bzw. falsche Klingel konnte ich durch ein Original ersetzen.

Das Rad diente den Gesellen des Schornsteinfegermeisters als ungeliebtes Fortbewegungsmittel. Die letzten Jahre stand es ungenutzt im Freien, was dem Erhalt nicht zuträglich war!

Den Sattel tauschte ich nach Rücksprache gegen ein schickes Brooks Modell.

Die Plastikgriffe tauschte ich gegen wunderschöne Griffe aus Holz. 

Der vordere Teil, Schutzblech und Lastenträger, wurden von der Firma Knieriem/Sprenger neu lackiert. Unter Patina stellte ich mir etwas anderes vor. 

Inzwischen strahlt das Rad wieder in altem Glanze. Am 9. März 2019 wurde es an Thorsten Neumann übergeben.

Vaterland 1964

Eigentlich wollte ich für andere Leute kein Rad mehr fertig machen.

Die Geschichte hat sich einfach so ergeben, ich muß das für mich als Gutmensch machen!

Das Rad wurde über Ebay Kleinanzeigen für 50€ offeriert. Da ich gerade die Vaterland Phase durchlebte, war ein Teilespender für kleines Geld nie verkehrt.

Beim Abholen stand das Objekt der Begierde schon in der Garageneinfahrt des Verkäufers.

Er kam auf mich zu und ich zückte den 50€ Schein. Es hätte so einfach sein können!

Da kam seine Frau dazu, mit einem kleinen Kind auf dem Arm. Sie wollte das Rad garnicht verkaufen. Es handelte sich um das Rad ihres Vaters, der leider viel zu früh verstarb.

Erinnerungen verscherbelt man nicht einfach über das Internet. 

Da ihr Mann bereits den Kauf abgeschlossen hatte, wollte sie ihm nicht in den Rücken fallen.

Ihr Plan war, die Restauration selber durchzuführen. Ohne Netzwerk, helfende Hände, Sachkenntnis ein nicht leichtes Unterfangen.

Was es denn kosten würde, wenn ich das Rad fertig machen würde, war die nächste Frage.

Ich bemerkte wieviel Emotionen der Verkauf bei ihr auslöste. 

Eigentlich hätte ich auch von der Option Gebrauch machen können, den Kauf abzubrechen.

Mit ihrem Mann einigte ich mich, das es ein schönes Weihnachtsgeschenk für seine Frau wäre.

Die Freude ließ ich mir nicht nehmen. 

Die Kosten versuchte ich so gering wie möglich zu halten. Die Ausgaben beliefen sich auf 15€ für einen Satz Speichen & dem Kaufpreis von 50€.

Alle Anbauteile wurden aufgearbeitet. Der Rahmen musste zum Lackierer, denn um eine Teillackierung kam ich nicht herum. 

www.knieriem-sprenger.de 

Damit nicht der Eindruck entsteht ich würde mich an der  Aktion bereichern, der Betrag wird gespendet an : www.zornröschen.de 

Frank Sprenger verzichtet auch auf ein Honorar. Es gibt sie noch, die guten Menschen!!

Am 29.12.2018 fand die Rückgabe statt. Die Freude war nicht zu übersehen. 

Dass die Lichtanlage auf einmal nicht mehr funktioniert, ist eine unerfreuliche Sache. Irgend ein Kleinkram ist dafür verantwortlich.

SOLIFA 1950

SOLIFA = Solinger Fahrradwerke, nach dem Kriegsende  fusioniert mit den Hoffmann Werken in Lintorf.

Laut Aussage eines Sammlers sind zur Zeit nur noch 9 Stück in Deutschland davon bekannt. ...und wie kommt man an so etwas? Ein Kumpel, Günter aus Viersen bot es mir an. Es gehörte der Mutter eines Arbeitskollegen.

Das Rad wurde zwischenzeitlich zerlegt und aufbereitet. Gott sei Dank ist alles komplett, bis auf die Klingel. Keine Hoffnung, dass da jemals eine auftaucht. Wobei sich der Eindruck verstärkt, dass die montierte Klingel original ist. Der patinierte Zustand  passt zum Gesamterscheinungsbild.

Der Rest sieht gut aus. Einige Anbauteile habe ich auf Grund des schlechten Zustandes ausgetauscht: Lenker, Gestängebremse, Lichtanlage usw..

Der Herrensattel ist inzwischen  gegen einen Damensattel getauscht und ein über Ebay Kleinanzeigen bestelltes  Rocknetz angebracht. Da die nächsten Räder schon in der Warteschleife sind, habe ich mir direkt ein paar Netze mehr geordert. (Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!)

Das Hinterrad wurde vom Profi zentriert. 

Meine Frau ist begeistert. Endlich ein zweites Rad welches ihren Anforderungen genügt!

Vaterland 1953

Auch dieses schöne Rad stammt aus der Aktion "Housten wir haben ein Problem". Mit dem Rad suchte ich Frau U. Müller in Mönchengladbach auf um ihr das Endprodukt präsentiert. Sie freute sich nach anfänglicher Skepsis sehr, ihr altes Rad noch einmal wiederzusehen. 

Laut dem  beiliegenden Fahrradpass war sie die Besitzerin. Sie war sogar die erste und einzige Besitzerin des Rades. Gekauft wurde das Rad 1953 bei der Firma Mehls in Rheindahlen. Inzwischen gibt es den Laden nicht mehr. Für den Weg zur Schule und für den Weg zum Schwimmbad wurde das Vaterland genutzt. Für größere Touren  musste es nicht herhalten. Das erklärt auch den guten Erhaltungszustand.

Vielleicht existiert ja noch ein Bild von früher. Frau Müller sucht mal danach.

 

Die Embleme und der Klingeldeckel waren nicht mehr vorhanden, fanden sich aber auf dem Fahrradmarkt in Glehn. Die völlig verrostete Lampe war auch nicht mehr zu gebrauchen. Die Gabelhaube war auf beiden Seiten gebrochen und wurde genauso ersetzt wie das fehlende Schloss. Gut, dass sich alles in den Ersatzteilkisten findet! Unter dem mit Isolierband umwickelten Lenker vermutete ich das Grauen und wurde positiv überrascht. Alles schick!

Ersatz für die Lampe  fand sich bei Ebay, sogar mit funktionierendem, integrierten Tachometer. Das Rocknetz fand sich noch in meinem Ersatzteillager. Im ersten Moment bezeichnete ich die Farbe als: Kotzbeutelgrün. Jetzt finde ich sie einfach genial.

 

HWE Heidemann Werke Einbeck

Wochenlang standen die beiden HWE Räder bei Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf.    Der Preis wurde im Laufe der Wochen immer realistischer. Da konnte ich irgendwann nicht anders und habe zugeschlagen. 

Das eine Rad ist von 1969 (Kaufbeleg vorhanden), das zweite von 1970.

Der Zustand ist hervorragend! Sie stammen aus erster Hand, wurden aber anscheinend nicht viel bewegt. Die Werkzeugdose konnte ich reparieren, die Schnellspanner für die Sattelstützen konnte ich tauschen. Ein Originalteil befand sich in der Satteltasche, ein weiteres stammt aus meinem Fundus. Mit dem baugleichen NSU ist es ein schönes Trio!

Houston, wir haben ein Problem!

Manche Angebote kann man nicht ausschlagen!

Der Inhaber von Georg's Fahrradladen rief mich morgens beim Frühstück an. Ob ich mal Zeit hätte. Ja klar habe ich Zeit! Ich komme dann in den nächsten Tagen mal rein.

Nein, nicht in den nächsten Tagen. Heute!

Ja gut dann heute.

Alle Räder die bis morgen 10Uhr nicht weg sind, wandern auf den Schrott. Der Termin steht, die Zeit läuft ab jetzt!

Dreimal wurde der Anhänger beladen um die 18 Räder vor dem nahenden Ende zu bewahren. Die Ladefläche des Anhängers diente die nächsten Wochen noch als Lagerraum. Eine nicht unerhebliche Stückzahl von Rädern blieb immer noch für den Schrottsammler übrig. Es ging halt nicht anders.

Auch wenn man eigentlich keine Lösung für die daraus entstehenden Probleme hat, wächst man mit den Aufgaben!

Die meisten Räder sind wieder gegangen. Vier haben einen festen Platz in der Sammlung gefunden.

NSU 1956-57

Eigentlich wollte ich ja nicht!

So fängt es immer an. ...na ja, meistens.

 

Elisabeth, eine Schulfreundin unserer Tochter Marijke, bat mich um Hilfe beim Verkauf eines Rades.

Die Großmutter ihres Mannes "Oma Muckel" konnte sich zu Lebzeiten nicht von dem Rad trennen. Sie fuhr damals, da sie keinen Führerschein besass, damit jeden Tag zur Arbeit.

Obwohl sie nach einer Knieoperation es nicht mehr nutzen konnte, bewahrte sie es. 20 Jahre lang blieb es somit ungenutzt. 

"Oma Muckel" wurde im 2. Weltkrieg aus der Heimat im Osten vertrieben.

Sie fasste in  fremden Umfeld wieder Fuß und fand hier den Mann fürs Leben.  Von nun an ging es bergauf. Als die gröbsten Nöte vorüber waren wurden auch wieder Anschaffungen getätigt. So kaufte sie unter Anderem 1956/57 das NSU Rad.

Das hatte eine ganz andere Wertigkeit als in der heutigen Zeit. Von wegen Wegwerfgesellschaft, wer einmal in Not war, weiß diese Werte zu schätzen!

Mit dieser Vergangenheit wollte das kleine Rad gerettet werden.

Was könnte es alles erzählen. 

Es ist auf einem guten Weg und mein Anspruch ist hoch. 

Die fehlenden Teile fanden sich im Fundus, bis auf einen Felgenring. Der wurde, warum auch immer, irgendwann getauscht. Da es eine gängige Farbkombination ist, sollte es kein Problem sein einen Passenden zu finden. So durchforstete ich das Internet und bat meine Scouts um Mithilfe. 

Bei Ebay Kleinanzeigen fand ich ein unkomplettes Rad für einen schmalen Taler. Unsere Tochter und ihr Mann verbanden einen Besuch in Mainz mit der Abholung der Teile.  Die Steuerkopflager erneuerte ich bereits. Der Lack ist gereinigt und poliert. Das Tretlager hat kein Spiel und läuft sehr leicht. Da ich keinen Abzieher dafür besitze, bleibt es so wie es ist. "Never touch a running system!" Obwohl ich die originale Felge schon neu einspeichte, entschied ich die zugekauften Felgen zu nehmen. Die Patina passt besser zum Gesamterscheinungsbild.

Letztendlich wurde aus dem häßlichen Entlein ein schöner Schwan!

Von Verkauf ist keine Rede mehr! Vielleicht geht es irgendwann wieder zurück in die Familie?

Bauer Saalsporträder

Der RV Möwe Lürrip/ Mönchengladbach hatte früher eine Kunstradabteilung.  Diese wurde vor etlichen Jahren aufgelöst. Das komplette Equipment wurde eingelagert und diente fortan nur noch als Staubfänger. Der Vereinsvorsitzende trat an mich heran und bot mir die Möglichkeit für meine Sammlung die passenden Räder auszusuchen. Da der Preis sehr fair war, suchte ich mir ein komplettes Rad, drei Teileträger und ein Einrad aus. Aus den Teileträgern wurden zwei weitere komplette Räder, der Rahmen des dritten Schlachtopfers wurde nach einem Bruch einmal ziemlich brutal zusammengeschweißt. Da hält zwar, sieht aber Schei.. aus! Selbst dafür hat sich noch jemand erbarmt.

Inzwischen sollten die letzten Räder auch Liebhaber gefunden haben.

Göricke Diavolezza 1964

Wie war das noch mal? "Eigentlich will ich ja nicht...".

Heinz-Herrmann H. aus Neuss bot mir das Rad seines Vaters an. Eigentlich ja nichts Besonderes, aber die Historie und der Zustand...

Inzwischen (Stand 05/2020) ist die Gabel gerichtet. Burkhard Kalk aus Mülheim an der Ruhr bot sich an das für mich zu machen. Jetzt läuft das Rad wieder geradeaus und könnte sogar freihändig gefahren werden!  Den passenden Kettenschutz fand ich über eine Internetanzeige. Im Jahre 2015 wurde das Objekt der Begierde bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt und wartete auf mich bis 2018. Daher erklärte sich der Verkäufer auch mit meinem Preisvorschlag sofort einverstanden. Allerdings fand sich 2019 im Hugo-Junkers-Hangar auf dem Teilemarkt ein noch besser erhaltenes Stück und wurde natürlich getauscht.

Der Gepäckträger mit der Göricke Reparaturbox wartete noch beim Verkäufer auf mich, ist aber zwischenzeitlich montiert. Nachdem Bilder von einem anderen Göricke Diavolezza sah, weiß ich, dass alles original ist!

Diese Ausage stimmte nur so lange, bis ich einen originalen Prospekt fand, auf dem das Rad mit einem anderen Kettenschutz abgebildet ist.

 Die Reifen und Schläuche erneuerte ich. Gefunden habe ich auch einen Helfer um die Gabel zu richten. Den neuzeilichen Plastikschalthebel tauschte ich aus, nachdem ein passendes Teil auftauchte.

Es findet sich alles mit der Zeit!

NSU Klapprad von 1973

Das Rad durfte ich mir in Kaarst, im "Haus der Räder", abholen. Der Zustand ist teuflisch gut! Die passende Luftpumpe fehlte. Der Sattel musste getauscht werden, ansonsten ist alles original. Den passenden Sattel  und Pumpe bekam ich von Björn aus Aachen. Das Ergebnis wurde so schön, dass ich sogar die Schlüssel polierte!

Recherchen haben ergeben, dass das Rad von der Firma HWE gebaut wurde. Die Firma  NSU gab 1963 die Fertigung auf Lizensbasis an die Firma HWE.

Das gleiche Modell gibt es auch mit HWE Aufklebern.

Jeder Jeck ist anders!

Ein Teil meiner Sammlung in neuem Umfeld.

Für das Jahr 2017 habe ich mir ein neues Outfit zugelegt, für die anstehenden Ausfahrten. Einige Tweed Runs möchte ich diese Saison mitmachen. Gütersloh auf jeden Fall, der Rest wird spontan entschieden. Für nähere Infos zur Bekleidung und zum Laden von Ruth Braun, bitte Bild anklicken.

Victoria 1952

Ein wunderschöner Oldtimer!

Dieses Rad wurde bei Ebay Kleinanzeigen inseriert. Ein Facebook "Freund" machte mich darauf aufmerksam. Der  Standort Mönchengladbach war zu verlockend! Wenigstens mal ansehen sollte ich mir das Teil. Beim Hin und -Herschreiben stellte sich heraus, dass die Anbieterin und ich uns kennen. So war der geforderte Preis fast um die Hälfte gefallen und ein Stehenlassen keine Option mehr. Es handelt sich um ein Entsorgungsopfer, aus dem Container gerettet. Daher existiert natürlich auch keine Historie. 

Miele Melior 1953 mein Jahrgang

Das Rad stammt von der Iller. Der Sohn des Erstbesitzers wollte das Rad in gute Hände geben. Da ich als Erster reagierte, bekam ich den Zuschlag. Handeln war allerdings nicht möglich, da die nachfolgenden Interessenten den geforderten Preis sogar schon überboten.  So kam ich zum teuersten Rad meiner Sammlung.

Die Historie wurde mir noch noch übermittelt, wann und wo gekauft usw..

Leider blieb die originale Satteldecke beim Versand mit Hermes auf der Strecke.   Als Sammler hat man natürlich Ersatz in der Hinterhand!                              

Drei Wochen vorher kaufte ich "auf Verdacht" den Miele Ledersattel von einem Anbieter aus dem Schwarzwald.

Das Rad stammt aus erster Hand und wird in Ehren gehalten. Dafür mussten zwei Miele Damen mich verlassen. Die Eine ist umgezogen nach Zwickau, die Zweite nach Dreden. Aufbauhilfe Ost sozusagen!

 

Göricke Steckrad 1973

Der Kettenschutz und das Steuerkopfschild mussten erst einmal gefunden werden. Da ich das Rad von Herrn W. Nestler aus Viersen geschenkt bekam, investierte ich 80€ in den NOS Kettenschutz. Irre, ich weiß.

Meine Begeisterung für Zweiräder begann schon früh!

Das Damenrad brachte Onkel Theo aus Kohlscheid mit. 

Mein erstes neues Rad (Stollenwerk/Aachen) bekam ich zu Weihnachten. Auf dem

Bild ist mein Jugendfreund Günther Reul mit abgebildet.

Mai 2013

Das Bäckerrad hat nach zehn Jahren den Weg zu mir zurück gefunden.

23.09.2013

Seit heute weiss ich, dass in Mönchengladbach Fahrräder gebaut wurden. Vielen Dank an Herrn Dr. Wolfsberger (verstorben 2016) und das Stadtarchiv in Mönchengladbach.

Wer kennt  noch die Rheydter Sport- und Fahrhalle an der Gartenstr.?

Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1896.

Der Eintritt war nur Karteninhabern gestattet!

Torpedo Werke 1952

Die Arbeit für die nächsten Wochen. Heute habe ich mir ein Torpedo Herrenrad Baujahr 1950 von Herrn Rick aus Moers abgeholt. Es stammt aus erster Hand und ist bis auf das Steuerkopfschild komplett. Zuerst werkel ich aber weiter am Miele von Frau Parszyk.

So sah das Torpedo Rad in seinen jungen Jahren einmal aus. Inzwischen hat der Rost daran genagt und seine Spuren hinterlassen. Trotzdem ein sehr schönes, erhaltenswertes Stück mit Vergangenheit. Klingel und Steuerkopfschild standen eine zeitlang auf der Wunschliste!

Die Brücke im Hintergrund existiert noch. Sobald das Rad inclusive Kindersitz wieder vorzeigbar ist, werden wir ein Vergleichsbild an gleicher Stelle machen. Enkel und Urenkel Rick haben sich als Fotomodelle angeboten. Alles kein Problem!

15.02.2014

Der passende Bulldog-Kindersitz ist eingetroffen. Klingel und Steuerkopfschild bleiben auf der Wunschliste.

Wozu hat man Freunde? Beim Vorsitzenden der Glehner Oldtimerfreunde sollen sich die gesuchten Teile befinden. Ein Treffen ist geplant!

17.03.2014

Aus 15 Teilen besteht ein Pedal, plus 20 Kugeln für die Lager. Dazu geben wir noch ein wenig Lagerfett und 1 1/2 Stunden Arbeit und fertig ist das erste Pedal.

So langsam erhält der Rahmen einen Teil seines alten Glanzes zurück. Die Rostnarben sind tief aber sie gehören zur Geschichte des Rades. Das Kettenblatt verliert den Chrom fast vollständig. Mal sehen, ob sich Ersatz finden läßt.

Nach einem stressigen Arbeitstag entspanne ich im Bastelkeller. Der Lohn ist ein wunderschöner Schutzblechreiter, der wieder in alten Glanz erstrahlt. Das motiviert und erzeugt Zufriedenheit.

Da ist üben angesagt!

Mit dem Rad soll Herr Seick aus Kerken in den 50zigern Kunstrad gefahren sein. So weit möchte ich es nicht bringen. Im Frühjahr werde ich mit Helm und Protektoren mal ein paar Versuche starten.

Der nicht passende Sattel wurde zwischenzeitlich getauscht!

NSU Flux aus dem Jahr 1936

 

Ein lang ersehnter Wunsch ging an meinem 60'igsten Geburtstag in Erfüllung!!!

Ich schenke mir dieses wunderschöne Vorkriegsrad. Es stammt aus erster Hand und stand die letzten Jahre in einem Keller. Der Sohn des Erstbesitzers trennt sich davon und ich versichere ihm das gute Stück in Ehren zu halten!!



Selten taucht ein so komplettes, unverbasteltes Rad auf. Alle Teile sind da wo sie hingehören. Von der Lichtanlage über Pedale, Luftpumpe usw. ist wirklich alles vorhanden. Diesmal gibt es keine halbe Sachen. Bevor ich mit der Restauration beginne werde ich mich sachkundig machen, wie der alte Lack am besten konserviert wird.

Eigentlich braucht man keine Worte. Der Unterschied ist auch ohne Erklärung gut zu erkennen. Die Metallteile haben 24Stunden in Zitronensäure gebadet. Hört sich gefährlich an aber Zitronensäure bekommt man in jedem Drogeriemarkt.

NSU von 1962-63 ?

Auch dieses wunderschöne Herrenrad stammt aus erster Hand. Der Vorbesitzer ist verstorben und unser Sohn Jörn fand es bei Gartenarbeiten im Ortsteil Waldniel in der Garage. Die hintere Felge mitsamt der Nabe mußte ersetzt werden. Klingel, Sattel und Lichtanlage wurden ausgetauscht jetzt läuft es wieder wie eine eins. Das Tretlager stammt von einem Wanderer Rad. Das originale Tretlager wurde brutal zusammengeschweißt und war nicht mehr zu retten. Ersatz ist schon vorhanden, aber da hängt noch ein komplettes Rad dran.

NSU 1955 und 1963

Zur Zeit ist NSU für mich ein großes Thema. Da anscheinend eine sehr große Anzahl dieser Räder gebaut wurden, ist das Angebot sehr groß. Von geschenkt bis 1000,- € ist so ziemlich alles vertreten. Gerade habe ich ein 55ziger Rad zum Schrottpreis bekommen, da folgt ein 63ziger aus erster Hand. Ich hätte nie gedacht, wieviele alte Räder noch in Kellern und Garagen ihr  Dasein fristen.

Leider hat dieses Rad keine Historie. Es wurde irgendwann einmal bei Ebay ersteigert und dann weitergereicht. Der Lenker alleine hat den Kaufpreis  von 20,-€ gerechtfertigt!

Geplant war, diese Stück als Leihgabe an den Veranstalter des Brachter Fahrradmarktes zu übergeben. Es sollte in einem Schaufenster in Bracht ausgestellt werden. Dazu scheint es nicht zu kommen.

Ein passendes Rocknetz und die fehlende Klingel fanden sich so so wurde das Rad wieder komplettiert. Geduld gehört zum Hobby dazu! Oliver aus M'gladbach-Ohler hatte die passenden Teile in seinem Fundus. Zwei fehlende Rücklichter und einen Sattel durfte ich auch endlich ergänzen. Ein herzliches :"Dankeschön!" nach Ohler!!!

Das Ergebnis ist so schön, dass doch noch neue Speichen fälllig wurden.

07.05.2014

Die Speichen sind gewechselt! Es war einfacher als erwartet. Der Kostenaufwand pro Felge liegt bei 18,-€. Die verchromten Schutzblechstreben fanden sich im eigenen Fundus. Jetzt ist es wirklich komplett und vorzeigbar! Fertig ist es immer noch nicht. Die Felgenringe müßen noch von innen entrostet werden, sieht zwar kein Mensch, aber das muß jetzt auch noch sein.

Klingt blöde aber ich liebe diese Räder. Wenn nach fast einem Jahr das Endprodukt vor mir steht bin ich zufrieden. Die investierte Zeit und Energie sind Hobby und das Ergebnis bereitet mir unheimliche Freude.

Der Vorbesitzer ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Interessante homepage!!!!!

www.nsu-classic.de .

28' ziger Göricke von zirka 1960-1963

Habe das gewünschte Tretlager bekommen. Das Problem ist, da hängt noch ein fast komplettes Rad dran aus dem Baujahr 1963. Das Einzige was fehlt sind die Klingel und das Schloss. Viel zu schade zum Schlachten. Das zweite Tretlager, ohne Rad dran hat sich über Ebay-Kleinanzeigen auch eingefunden. Wer eine Göricke Klingel hat, darf sich gerne melden!!

 

07.01.2012 Eine Klingel und ein Schloss habe ich Heute bekommen. Das Problem ist, da hängt wieder ein Rad dran (Baujahr 1959). Die Felgen wurden erneuert und die Schutzbleche schwarz überstrichen. Die Lichtanlage ist von Bosch und glänzt nach der Politur wie ein Affenarsch. Darf man so was schreiben? Der Ledersattel ist auch mit der Göricke-Markung. Was mache ich mit dem ganzen Kram? Sowie ich mich kenne werden die Räder aufpoliert und weiterverkauft.

Das jüngere Göricke Rad reizt mich mehr, da es kompletter ist. Raimund gab mir aus seinem Fundus eine gut erhaltene Stempelbremse mit, die Klingel und den Görickesattel spendiert das ältere Rad. Die Substanz ist super, so macht es Spass aus dem leicht vernachlässigten Oldie einen richtigen Hingucker zu machen. Vier Teile werde ich neu lackieren, da ein Lack der nicht mehr vorhanden ist auch nicht erhaltenswert ist! Es wird eine Sprühdosenlackierung die auch nicht mit dem alten Lack konkurieren soll. Inzwischen setze ich mich über die Meinung der Orginalfanatiker hinweg, denn es ist mein Rad und muß mir gefallen. Fehler habe ich beim NSU Rad schon gemacht, indem ich die alten, unterschiedlichen Pedale entsorgte. Das mit dem Verkauf überlege ich mir noch einmal, vieleicht findet sich eine andere Lösung.
(Habe die unterschiedlichen Pedale doch nicht entsorgt! Puhh, da fällt mir ein Stein vom Herzen!)

Die Temperaturen steigen, das Verlangen die alten Rösser zu bewegen steigt auch und zwar propotional zu Temperatur.

Doch was zieh ich an? Die typische Frauenfrage stelle ich mir jetzt auch. Das Outfit sollte wenigstens annähernd zum Rad passen. Da freut der Optiker sich in seinem Fundus nach der richtigen Brille zu fahnden.

Göricke von 1957 aus erster Hand, gepimpt im Stile der 60' ziger Jahre

Herr Hoff, der Erst- und Vorbesitzer in jungen Jahren.

Zuerst sollte es in die Rubrik: Räder die kommen und wieder gehen.

Das Rad ist aus erster Hand und bis auf den Sattel original. Einen passenden Wittkop Sattel habe ich zwischenzeitlich bekommen und verbaut. Ausgerüstet ist es mit: VDO Tacho, Rückspiegel, Radlaufglocke (auch Radauklingel), große Zusatzklingel (China), verkleidete Bowdenzüge, Spritzlappen, Versicherungsmarke, Torpedo Dreigang mit Freilauf usw.

Gekauft wurde das Rad bei der Firma Lauth, Lüpertzender Str., 41061 Mönchengladbach. Herrn Lauth lernte ich zufällig bei einem Hausbesuch kennen. Er ist weit über die achtzig und ans Bett gefesselt. Es  ergab sich natürlich ein Gespräch über alte Räder und seine Augen strahlten. Sein Sohn führt das Geschäft in dritter Generation.

Auf dem Brachter Fahrradmarkt wurde dieses sehr gepflegte, in den letzten Jahren leicht vernachlässigte, Rad am meisten bewundert. "Genau so eins hattte ich auch mal...". Die Entscheidung ist gefallen, es bleibt bei mir!

Der Schwertransporter

Eigentlich gefiel es mir so besser.

Das alte Bäckerrad erstand ich über eine Kleinanzeige für 50 DM.

Nach der Überarbeitung diente es täglich als Geschäftsrad.

Die Lust auf stramme Waden verlor ich auch im Laufe der Zeit.

Einer unserer Bekannten fährt heute noch gelegentlich damit.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende! Es kommt wieder zu mir zurück und wird wieder auf den Originalzustand rückgerüstet.

Die Aufkleber von Falter fehlen noch. Die Firma Falter schickt mir alles zu!! Vielen Dank dafür. Das Bild ist verlinkt. www.bikeundco.de

 

Das bin ich.

Schattenspiele
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